Eine Ente lernt nochmal fliegen!

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Überraschung! Heute lag auch in meinem Briefkasten die DVD “Eine Ente lernt fliegen“. Zwei DVDs, zwei Kritiken. Die Idee eine Ente an einen Gleitschirm zu hängen löste bei mir ehrlich gesagt nicht gerade Begeisterung aus! ‘Mein Gott, solln sie doch!’, dachte ich mir. Leute die sich selbst für total verrückt erklären, waren mir noch nie sympathisch. Als ich in die DVD wenigstens mal ‘kurz reinsehen’ wollte, konnte ich plötzlich nicht mehr aufhören! …

Dieses dokumentarische Werk setzt sich vom Großteil des in der Gleitschirmszene produzierten Materials qualitativ deutlich ab! Die Geschichte ist schnell erzählt: Die Piloten ‘Padra’ Eckehard Fiedler und ‘Padra’ Dirk Zungemaier haben sich vorgenommen einen Citroen 2CV – besser bekannt als Ente – an einen Gleitschirm zu hängen und an den Startplatz des Verkleidungsfliegens in Staint Hilaire zu bringen. Der Karosseriebauer Uwe Heuler greift den Piloten von padra.de dabei kräftig unter die Arme. Dies ist die Grundlage für einen wirklich spannenden Dokumentarfilm.

Selbst unter den hereinbrechenden Lautsprechersalven des überfüllten Startplatzes mit Blick auf Grenoble findet die Kamera von Thomas Latzel mit unglaublicher Präzision immer wieder Details, die mehr über die Situation verraten als jeder noch so weitläufige Kunstschwenk eines Hobbyfilmers es jemals könnte. Während z.B. der Hauptdarsteller des viel gelobten Films “East-Wind” oftmals gar nicht weiß, ob er gerade mit der Kamera spricht, dem Schatten des Kameramanns oder einfach nur mit sich selbst, versucht Thomas Latzel wirklich dokumentarische Arbeit zu leisten und folgt einer klaren Linie. Durch den Versuch nahe dran zu sein und sich gleichzeitig unsichtbar zu machen schafft er glaubhafte Charaktere und legt den Grundstein für ein gelungenes Gesamtkonzept.
Der Schnitt fließt in stets passendem Rhythmus sicher über mehrere Einstellungsgrößen hinweg und bleibt fürs Auge aufgrund gut platzierter Schnittbilder fast unsichtbar. Kein Bild, um seiner Selbst willen platziert, lenkt vom Geschehen ab! Im Gegenteil, ein gutes Tonkonzept und eine hervorragende Auswahl an Musik und vor allem Stellen der Ruhe schaffen eine Atmosphäre, die es dem Zuschauer leicht macht die Seiten zu wechseln und vom Betrachter zum Teilnehmer des Festivals zu werden. Und die Teilnehmer haben auf ihrem Weg eine Menge Höhen und Tiefen zu meistern!

Um den Film auch für Fluglaien attraktiv zu gestalten, wäre vielleicht ein wenig mehr Informationsdichte wünschenswert gewesen. Was eine mäßige Kameraführung, ein miserabler Ton und fehlende Musik den Bildern rauben würde, kann man sich dann bei einigen Extras der DVD ansehen ;-)

Mein Fazit: Äußerst sehenswert!
Scheinbar können wir uns auf den geplanten Dokumentarfilm “Reise zum Horizont” (AT) von Thomas Latzel richtig freuen! In dem 2007 erwartetem 90minüter geht es um zwei ungewöhnliche Frauen und eine Flugsaison. Ob dieser Film es wirklich in die Kinos schafft…?

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  • Eine Antwort zu “Eine Ente lernt nochmal fliegen!”

    1. Dübel sagt:

      Moin,

      hehe, bin hier an der Bawü und hab auch durch zufall auch die DVD bekommen… Na dann bin ich ja mal gespannt.

      Bis Dann.

      Manuel

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