Alex Hofer gewinnt zum zweiten Mal

Alex Hofer - Foto: www.redbull-photofiles.com
Alex Hofer (SUI1) ist der Gewinner von Red Bull X-Alps 2007. Auf der letzten gefinkelten Strecke zum Ziel lieferten sich Toma Coconea (ROM) und Martin Mller (SUI3) ein heies Kopf-an-Kopf-Rennen und sorgen fr ein spannungsgeladenes Finale, das letztendlich Hofer durch einen spektakulren Flug fr sich entscheiden konnte.

Am Samstag waren Coconea (ROM) und Martin Mller (SUI3) gemeinsam hoch vom Col De Galibier mitten in den Franzsischen Alpen in ihren vorletzten Tag gestartet. Ein fantastischer Flugtag lag vor ihnen und am frhen Nachmittag waren sie beide in der Luft. Mller, dreifacher Schweizer Paragleit-Champion, lie durch sein beeindruckendes Flugknnen Coconea bald hinter sich und hatte am Ende des Tages 40 km Vorsprung vor dem Rumnen.

Mller und Coconea waren zwei von vier erstklassigen Piloten, die sich nach Passierung des Etappenziels Eiger vom brigen Teilnehmerfeld absetzen konnten. Eigentlich wren die ersten Pltze dem Schweizer Trio sicher gewesen, htte nicht Coconea durch eine unglaubliche Strecke von 170 km, die er innerhalb von 30 Stunden zu Fu zurcklegte, zu den Top-Athleten aufgeschlossen.

Hofer, der Red Bull X-Alps bereits 2005 fr sich entschieden hatte, und sein Landsmann Urs Ltscher (SUI2) machten das Quartett komplett, das gemeinsam in Richtung Mont Blanc marschierte und sich 85 km Vorsprung ber den Fnftplazierten Aidan Toase (GBR1) erarbeitete.

Nach eingehender Analyse von Mllers Tracklog stellte die Race-Leitung fest, dass er bei Scion in der Schweiz verbotenen Luftraum durchflogen hatte. Mller wurde eine Sperre von 36 Stunden auferlegt, die er mit Eintreffen am finalen Etappenziel Mont Gros antreten musste. Die bittere Konsequenz aus Mller Strafe war, dass jeder Athlet, der vor Ablauf von Mllers Strafzeit am Mont Gros ankommen wrde, ihn berholen wrde – auer dieser msste selbst eine Strafzeit verben.

Mller holte auf dem Rest der Strecke wie besessen alles aus sich heraus und lie zuerst Ltscher hinter sich, als der 50-jhrige Schweizer Bergsteiger kurz vor dem Col De Galibier landete und somit die hohen Lagen nicht mehr passieren konnte, die Mller zu Fu berwand. Sobald die Thermik einsetzte, bahnte er sich seinen Weg durch die komplexen Sdlichen Franzsischen Alpen und landete nur 60 km vom Ziel entfernt.

Hofers westliche Route hingegen stellte sich bald als falsche Entscheidung heraus. Bei Abenddmmerung fand er sich wieder in der Nhe von Gap in den Alpes de Haute Province und verfluchte sein riskantes Manver. Ohne einen Spitzenflug am nchsten Tag wre Hofer verloren. Bei Tagesende begann fr Mller und Coconea die wahrscheinlich hrteste Strecke des Rennens: eine letzte Strecke von etwa 24 Stunden, die die beiden Athleten zu Fu zurcklegen mussten. Mller war sich bewusst, dass ihm das Rumnische Ausdauerwunder bereits im Nacken sa und ihm leicht seinen Vorsprung von 40 km ablaufen konnte, wenn er sein Tempo nicht halten konnte. Bei Tagesanbruch war die Distanz zwischen den beiden auf 30 km geschrumpft: whrend Mller noch immer tapfer weiterging, bestritt Coconea nach fast 1000 km Fumarsch seinen Weg laufend!

Hofer befand sich mittlerweile zu Fu etwa 130 km von Monaco entfernt und suchte nach einer Gelegenheit zum Abheben. Nachdem er den Serre Poncon See berquert hatte, erhob er sich in die Lfte und segelte mit einem schwachen, technischen Flug bis ins Ziel. Es sah hoffnungslos aus – doch bei ihm erschien sogar das Unmgliche noch mglich und jeder Kilometer, den sich der Schweizer Profi Richtung Sden kmpfte, setzte Mller und Coconea unter greren Druck.

Trotz allem reichte Mllers brillanter Flug nicht aus, um Hofer einzuholen, der unter Freudengeschrei am spten Nachmittag das Ziel erreichte. Mller war der erste Athlet, der Monaco erreichte, war jedoch durch seine 36-Stunden-Sperre gezwungen, zu warten und sich berholen zu lassen.

Nach einem beeindruckenden Flug landete Hofer schlielich 13 km vor dem Mont Gros und legte die letzten drei Stunden im Laufschritt zurck, was ihm den Vorsprung ber den erschpften Coconea und den Siegertitel des Red Bull X-Alps 2007 einbrachte. Coconea konnte sich fnf Stunden spter in die Lfte erheben, Ltscher weitere drei Stunden spter. Ltscher muss wie Mller eine 36-Stunden-Sperre fr dieselbe Luftraumbertretung absitzen, was Mller zum Bronze-Gewinner macht.

Da die Athleten nur noch 48 Stunden haben, um das Rennen zu beenden, mssen sie ab jetzt noch einmal alles geben, um ihr Unterfangen zu beenden. Das Live Tracking ist bis Mittwoch, den 8.August, um 10.30 Uhr verfgbar, wenn das diesjhrige Red Bull X-Alps offiziell endet.

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Eine Antwort zu “Alex Hofer gewinnt zum zweiten Mal”

  1. Fred To sagt:

    Hi Alex,

    This is Fred To, the chief editor of an adventure magazine in Hong Kong. What I know is that you are the top pilot in the world, and now spending most of your time in mainland China. So it would a great pleasure for us to make an interview with you.

    Looking forward to your good news to us!
    Cheers

    Fred To
    X Life Magazine
    852-93861960
    852-82090308

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